작품 상세

Joseph Nees 1730 unbekannt – 1778 ebenda Johann Christian Wilhelm Beyer 1725 Gotha – 1796 Hietzing Porzellanmanufaktur Ludwigsburg 1758 Ludwigsburg – 2016 ebenda Richard Seyffarth 1906 Worms – 1985 Dresden Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Unterseitig die Doppel-C-Marke in Unterglasurblau sowie in Aufglasurpurpur die Buchstaben "L" und "I". Zudem geprägt die Nummer "52" und "3'' A'' M". Ausformungszeitraum: 1764 – 1793. Provenienz: Nachlass Sammlung Richard Seyffarth, Dresden. In den 1760er Jahren entstanden mehrere Entwürfe der sog. "Serie der großen Musiksoli". Neben Johann Christian Wilhelm Beyer, der auch größere Modelle schuf, schufen etwa Johann Christoph Haselmeyer oder Joseph Nees kleinere Varianten, wie das hier belegte Exemplar. Ein sehr vergleichbares Beispiel einer solchen kleineren Ausführung ist abgebildet in: Hans Dieter Flach: Ludwigsburger Porzellan: Fayence, Steingut, Kacheln, Fliesen; ein Handbuch. Stuttgart 1997. S. 545, KatNr. 331. Vgl. zudem ein Exemplar in der Rhode Island School of Design Museum, Providence, USA (dort ohne Maßangabe). Zu den Musiksoli vgl. Hans Christ: Ludwigsburger Porzellanfiguren. Stuttgart/Berlin 1921. S. 56. Joseph Nees 1730 unbekannt – 1778 ebenda Porzellanmaler der Manufaktur Ludwigsburg. Wohl Ausbildung in der Künersberger Fayencemanufaktur. Ab 1758 in Ellwangen tätig, später für die Ludwigsburger Manufaktur. Vor allem für seine Tänzerfiguren bekannt. Porzellanmanufaktur Ludwigsburg 1758 Ludwigsburg – 2016 ebenda 1758 als "Herzoglich Aechte Porcelain Fabrique" von Herzog Carl Eugen von Württemberg per Dekret in Ludwigsburg gegründet, ansässig auf dem Gelände des barocken Ludwigsburger Schlosses. 1805 änderte sich der offizielle Name der Fabrik in "Herzoglich-Königliche Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg". 1824 Schließung. Im Vergleich zu anderen deutschen Fabriken machten Figuren einen relativ großen Teil der Produktion aus, darunter Serien von Hofballetttänzern, Bauern und Musikern. 1926 wurden die Markenrechte der Manufaktur von Otto Wanner-Brandt erworben und 1948 die Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg GmbH gegründet. Da Wanner-Brandt die originalen Formen und Glasurmischungen verwendete, konnten Kunden exakte Nachbildungen von Ludwigsburger Porzellanen bestellen. Das Unternehmen blieb bis 2016 in Betrieb. Richard Seyffarth 1906 Worms – 1985 Dresden 1920 Besuch der Kunstgewerbeschule Dresden und Lehre in der renommierten Porzellanmalerei Richard Klemm. Gründung einer eigenen Restaurierungsateliers am Pirnaischen Platz, Dresden. Arbeiten für das Dresdner Schloss und das Haus Wettin. Bekanntschaft mit Otto Dix. Verlust des Ateliers am Pirnaischen Platz am 13. Februar 1945. Restaurierungsarbeiten für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Mitarbeit beim Wiederaufbau der Porzellansammlung im Zwinger. 1973 Verleihung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Medaille durch die Akademie der Wissenschaften der DDR. 1981 Publikation "Johann Gregorius Höroldt – Vom Porzellanmaler zum 1. Arkanisten der Königlichen Porzellan-Manufaktur Meißen". Verlag der Kunst, Dresden. Johann Christian Wilhelm Beyer 1725 Gotha – 1796 Hietzing Maler, Bildhauer, Porzellankünstler und Gartenarchitekt. Sohn des fürstlich-sächsischen Hofgärtners Johann Nicolaus Beyer, der im Dienst des Herzogs Carl Eugen von Württemberg stand. Ab 1748 Studium der Malerei in Paris und Rom.1759 Rückkehr nach Stuttgart, Anstellung als Hofmaler. Bis 1767 Modellmeister in der Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg. 1767 Ausscheiden aus dem herzoglichen Dienst, Übersiedelung nach Wien. 1768 Mitglied der Akademie, 1770 kaiserlich-königlicher Hofmaler, Bildhauer und Kammerarchitekt. 1771 Heirat mit der Zeichenlehrerin Gabriele Bertrand, Kammerdienerin der Töchter Kaiserin Maria Theresias. Hinwendung zur Gartengestaltung. Als Beyers Hauptwerk gelten seine Skulpturen im Schlosspark Schönbrunn, zu dessen Ausgestaltung er maßgeblich beitrug.