작품 상세

Hugo Meisel 1887 Lichte – 1966 Rudolstadt Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst 1909 Unterweißbach – heute Rudolstadt Porzellan, glasiert. Unterseitig die gepresste Firmenmarke "Schnürender Fuchs" und Form-Nr. "292" sowie "4" und unleserlich "5". Geritzt "H. Meisel" und datiert "1919". WVZ Lauterbach U 292. Im handschriftlichen Verzeichnis von Hugo Meisel ist das Modell mit "Selbstporträt" betitelt. Abgebildet in: Susanne Wallner, Wilhelm Siemen (Hrsg.): Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst: Katalog zur Sonderausstellung des Museums der Deutschen Porzellanindustrie. Hohenberg/Eger 1993. S. 346. Hugo Meisel 1887 Lichte – 1966 Rudolstadt Sohn des Porzellanmalers Otto Meisel. 1903–05 Ausbildung als Modelleur an der Zeichen- und Modellierschule in Lichte. Arbeitet ab 1909–37 für die Schwarzburger Werkstätten und die Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur. Trotz Verlust des rechten Armes im 1. Weltkrieg übt er seinen Beruf weiter aus. 1918–20 Studium an der Königlichen Kunstgewerbeschule in München bei Heinrich Waderé Bildhauerei. Bekannt geworden durch seine eindrucksvollen Tiergroßplastiken, die ihn in die künstlerische Nähe von Kaendler rückten. Arbeitet nach Ende 2. Weltkrieg für Thüringer Manufakturen. Ab 1950 Direktor der Staatlichen Museen Heidecksburg. Dort bis 1958 tätig. Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst 1909 Unterweißbach – heute Rudolstadt 1762 Gründung der "Aeltesten Volkstedter Porzellan-Manufaktur" von Georg Heinrich Macheleid (1723–1801). Ende 19. / Anf. 20. Jh. Entstehung weiterer Betriebe in Rudolstadt-Volkstedt. 1909 Entstehung der "Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst". Max Adolf Pfeiffer (1875–1957), der spätere Direktor der Meissener Porzellan-Manufaktur, konnte für dieses Projekt namhafte Künstler gewinnen, zu denen u. a. Ernst Barlach (1870–1938), Gerhard Marcks (1889–1981), Paul Scheurich (1883–1945) und Etha Richter (1883–1977) gehörten.