작품 상세

Julius Hübner d.Ä. 1806 Oels (Schlesien) – 1882 Loschwitz (Dresden) Hans Hübner 1837 Düsseldorf – 1884 Göttingen Bleistiftzeichnung, sparsam weiß gehöht, auf bräunlichem Papier. Unsigniert. U.re. bezeichnet und datiert "Hans 1842" sowie weiter bezeichnet "zum Bilde". Verso auf der Rückwand bezeichnet "H. Hübner". Verso mit einer Rötelzeichnung. In einer Berliner Leiste gerahmt. Provenienz: Privabesitz Kiel; Nachlass Ingeburg Hübner, Kiel, vormals Nachlass Hans Hübner. Hans Hübner (1837–1884) im Alter von fünf Jahren, später Professor für Chemie in Göttingen. Bei der vorliegenden Zeichnung handelt es sich um die erste Entwurfsskizze für den rechten Flügel eines dreiteiligen Familientriptychons. Es stellt die Geschwister Emil und Hans dar. Dieser Flügel wurde als Erstes begonnen und war ursprünglich als Einzelstück gedacht. 1843 wurde der Flügel auf der Dresdner Akademischen Kunstausstellung (KatNr. 316) und 1844 auf der Berliner Akademieausstellung (KatNr. 433) gezeigt. Vgl. dazu: Julius Hübner "Familientriptychon", 1842–1850, Öl auf Leinwand, 228 x 142 cm, Privatbesitz. Julius Hübner, Quadrierte Vorzeichnung von Emil und Hans, 1842, Bleistift- und Federzeichnung, 21,2 x 10 cm, Privatbesitz. Wir danken Prof. Peter W. Hübner, Frankfurt am Main, für ergänzende Angaben. Julius Hübner d.Ä. 1806 Oels (Schlesien) – 1882 Loschwitz (Dresden) Deutscher Maler und Galeriedirektor. Zunächst Zeichenunterricht bei Augustin Siegert in Breslau. 1821 Eintritt in die Berliner Akademie und 1823 in das Atelier Wilhelm Schadows, dem er 1826 gemeinsam mit einigen Mitschülern, darunter Ernst Deger und Eduard Bendemann, nach Düsseldorf folgte. Dort gehörte er zur Meisterklasse Schadows und es entstand die Düsseldorfer Malerschule. Nach einigen Jahren Rückkehr nach Berlin. 1829 Heirat mit Pauline Charlotte Bendemann. Das Paar hatte acht Kinder, darunter der Philologe Emil Hübner, der Chemiker Hans Hübner, und der Maler Eduard Hübner. 1829–31 Aufenthalt in Rom. Dort Kontakte mit anderen deutschen Künstlern, darunter Jakob Götzenberger, August Hopfgarten, August Wilhelm Schirmer, Bertel Thorvaldsen, Emil Wolff, Adolf Senff, Eduard Steinbrück und Wilhelm Ahlborn. Besuch durch die Maler der Düsseldorfer Schule: Wilhelm von Schadow und seinen Schülern Eduard Bendemann, Karl Ferdinand Sohn und Theodor Hildebrand, Beginn der großformatigen Gemeinschaftsarbeit "Der Schadow-Kreis", die in Düsseldorf fertiggestellt wurde. Hübner widmete sich in Rom hauptsächlich der Landschaftsmalerei und schuf zahlreiche Skizzen, die er später teils in Öl ausführte. Nach weiteren Aufenthalten in Berlin und Düsseldorf wurde er 1839 an die Kunstakademie in Dresden berufen. 1842 wurde er Professor an der Akademie für Historienmalerei. 1871–82 Direktor der königlichen Gemäldegalerie Dresden. Bekannte Gemälde sind "Die Fischer" nach Goethes Ballade und das Porträt seiner Frau, welches sich in der Berliner Alten Nationalgalerie befindet.