작품 상세

Julius Hübner d.Ä. 1806 Oels (Schlesien) – 1882 Loschwitz (Dresden) Bleistiftzeichnungen auf gelblichem "F. Johannot"-Bütten. Unsigniert. U.re. bezeichnet "Pauline Rom" und von späterer Hand datiert "1830". Verso mit Annotationen von fremder Hand in Blei. In einem ovalen, vergoldeten Rahmen gerahmt. Vgl. zur Dargestellten auch: "Pauline Bendemann", 1829, Bleistiftzeichnung, Sammlung Julius Hübner, Frankfurt a. M. / Dresden (julius.huebner.de, abgerufen am 10.09.24). "Pauline Hübner, geb. Bendemann", 1829, Öl auf Leinwand, 189,5 x 130 cm, Alte Nationalgalerie, Berlin, InvNr. A II 391. Provenienz: Privabesitz Kiel; Nachlass Ingeborg Hübner, Kiel, vormals Nachlass Julius Hübner. Das frisch vermählte Ehepaar Hübner begab sich im August 1929 auf eine zweijährige Italienreise. Die Reise verlief von Venedig über Mantua, Mailand und Florenz bis Rom, wo das Paar von November 1929 bis 1931 in einem Haus an der Piazza del Popolo wohnte. Im Jahr 1830 brachte Pauline in Rom die gemeinsame Tochter zur Welt. Julius Hübner studierte die italienische Architektur und Landschaft, schuf zahlreiche Zeichnungen und führte ein genaues Reisetagebuch. Er zeichnete auch seine Frau, seine Tochter und die in Rom ansässigen Freunde und Verwandten. Lit.: Birgid Monschau-Schmittmann: Julius Hübner. 1806 – 1882. Leben und Werk eines Malers der Spätromantik. Münster u.a. 1993, S. 36ff. Beilage: Lichtdruck (oder Bromöldruck) von Pauline Hübner, von Julius Hübner in der Vorlage o.re. monogrammiert und datiert "JH 1853" sowie bezeichnet "Pauline Hübner / zum 14. Novbr.". Wir danken Prof. Peter W. Hübner, Frankfurt am Main, für freundliche Hinweise. Julius Hübner d.Ä. 1806 Oels (Schlesien) – 1882 Loschwitz (Dresden) Deutscher Maler und Galeriedirektor. Zunächst Zeichenunterricht bei Augustin Siegert in Breslau. 1821 Eintritt in die Berliner Akademie und 1823 in das Atelier Wilhelm Schadows, dem er 1826 gemeinsam mit einigen Mitschülern, darunter Ernst Deger und Eduard Bendemann, nach Düsseldorf folgte. Dort gehörte er zur Meisterklasse Schadows und es entstand die Düsseldorfer Malerschule. Nach einigen Jahren Rückkehr nach Berlin. 1829 Heirat mit Pauline Charlotte Bendemann. Das Paar hatte acht Kinder, darunter der Philologe Emil Hübner, der Chemiker Hans Hübner, und der Maler Eduard Hübner. 1829–31 Aufenthalt in Rom. Dort Kontakte mit anderen deutschen Künstlern, darunter Jakob Götzenberger, August Hopfgarten, August Wilhelm Schirmer, Bertel Thorvaldsen, Emil Wolff, Adolf Senff, Eduard Steinbrück und Wilhelm Ahlborn. Besuch durch die Maler der Düsseldorfer Schule: Wilhelm von Schadow und seinen Schülern Eduard Bendemann, Karl Ferdinand Sohn und Theodor Hildebrand, Beginn der großformatigen Gemeinschaftsarbeit "Der Schadow-Kreis", die in Düsseldorf fertiggestellt wurde. Hübner widmete sich in Rom hauptsächlich der Landschaftsmalerei und schuf zahlreiche Skizzen, die er später teils in Öl ausführte. Nach weiteren Aufenthalten in Berlin und Düsseldorf wurde er 1839 an die Kunstakademie in Dresden berufen. 1842 wurde er Professor an der Akademie für Historienmalerei. 1871–82 Direktor der königlichen Gemäldegalerie Dresden. Bekannte Gemälde sind "Die Fischer" nach Goethes Ballade und das Porträt seiner Frau, welches sich in der Berliner Alten Nationalgalerie befindet.