작품 상세
Ländliches Treiben in einem Fischerdorf an der baltischen Küste. Öl auf Leinwand, doubliert. 85 x 146 cm. Rechts unten signiert "G. Bochmann". Gregor von Bochmann wuchs als Kind eines Forstrevidenten auf dem estnischen Land auf und begleitete seinen Vater auf zahlreichen Geschäftsreisen durch die Region. Auch nach seiner Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie unter Oswald Achenbach blieb er der Darstellung des ländlichen Lebens seiner Heimat treu, widmete sich aber vermehrt auch Motiven aus Holland und Belgien, die er auf Studienreisen sammelte. Bereits im Alter von 21 Jahren bezog er sein erstes eigenes Atelier und beteiligte sich von da an regelmäßig an den großen Kunstausstellungen in Düsseldorf, München, Wien, Dresden, Berlin und Paris. Neben zahlreichen Ausstellungsmedaillen wurde er 1893 an die Akademie der Künste zu Berlin berufen und 1895 zum Königlich Preussischen Professor ernannt. Im Jahre 1899 bestätigte Kaiser Wilhelm II. seinen russischen Adelstitel und nahm ihn damit ebenfalls in den deutschen Adelsstand auf. Vorliegendes Gemälde ist ein hervorragendes Beispiel seiner altmeisterlich virtuosen Behandlung von Licht und Schatten, für die er bei seinen Zeitgenossen so geschätzt wurde. Dabei kontrastiert das leicht im Schatten der tiefstehenden Sonne liegende Fischerdorf mit seinen Bewohnern fein abgestimmt mit den hellen Wolken, die sich über der bis in die Ferne reichenden Ostseeküste majestätisch ausbreiten. Die einfachen Behausungen der Fischerfamilien gibt Bochmann mit ebensolcher Liebe zum Detail wieder wie die Fischer mit ihren Frauen und Kindern, welche bei ihm niemals nur Staffage sind, sondern mit großem Interesse für alle Nuancen ihres Lebens dargestellt werden.
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