작품 상세

ACHENBACH, OSWALD (1827 Düsseldorf 1905) Women in a landscape wearing traditional costume from the south. 1879. Oil on canvas. Signed and dated lower right: Osw. Achenbach. 1879. 80.5 x 116.5 cm. Provenance: European private collection. ACHENBACH, OSWALD (1827 Düsseldorf 1905) Frauen in südlicher Tracht in einer Landschaft. 1879. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Osw. Achenbach. 1879. 80,5 x 116,5 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. Ein sanftes Blau durchbricht den mit feinen Schleierwolken überzogenen Himmel über dem südöstlich von Rom gelegenen See Nemi und taucht die Komposition in ein sanftes sommerliches Licht. Der Kratersee des Vulkanmassivs Laziale und die umliegende Landschaft dienten bereits in der Antike als Erholungsgebiet der wohlhabenden Römer, zu den auch Julius Cäsar gehörte. Im 19. Jahrhundert zog die eindrucksvolle Gegend zahlreiche Künstler an, darunter auch Joseph Mallord William Turner (1775-1851) und Louis Gurlitt (1812-1897). Im Hintergrund des hier angebotenen Gemäldes erstreckt sich der steil abfallende Gebirgszug des Monte Cavo, der den Nemi- und den Albanersee räumlich voneinander trennt. Die in die Landschaft eingebetteten Frauen beim Blumenpflücken setzen im Vordergrund einen angenehmen Farbakzent in dem sonst in Grüntönen gehaltenen Gemälde. Feine Pinselstriche und weiche Farbabstufungen verleihen der Darstellung eine ruhige Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Das abwechselnde Spiel aus Licht und Schatten unterstützt die ausgeglichene Stimmung und vermittelt das Gefühl eines lauen Sommernachmittags. Oswald Achenbach, 1827 in Düsseldorf geboren, zählt zu den bedeutendsten Landschaftsmalern Europas des 19. Jahrhunderts. Er studierte an der Düsseldorfer Akademie sowie bei seinem älteren Bruder Andreas Achenbach. Gelegentlich wurden die zwei Brüder in humorvoller Weise auch als das A und O der Landschaftsmalerei bezeichnet. Anfänglich noch durch den deutschen Landschaftsmaler und Grafiker J. W. Schirmer (1807 - 1863) beeinflusst, fand er später, durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kunstströmungen, mit denen er bei seinen zahlreiche Studienreise nach Italien, Holland, Belgien in Kontakt kam, zu seinem eigenen unabhängigen Stil. Durch seine Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Akademie prägte er die Entwicklung der Landschaftsmalerei wesentlich. Die lockere und breite Pinselführung seiner Skizzen gilt als wegweisend für den Impressionismus im Deutschland des 19. Jahrhunderts.