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JOHANN KÖNIG (1586 Nuremberg 1642) The bronze serpent. Oil on copper. Signed lower right: Jo: König f. 33.5 x 26.5 cm. Provenance: European private collection. Our thanks to Dr. Gode Krämer who has confirmed the authenticity of this painting and dates it to circa 1630. A report on this painting can be requested from Dr Gode Krämer. --------------- JOHANN KÖNIG (1586 Nürnberg 1642) Die eherne Schlange. Öl auf Kupfer. Unten rechts signiert: Jo: König f. 33,5 x 26,5 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. Als die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste ungeduldig wurden und gegen Gott klagten, schickte dieser Giftschlangen zur Strafe, die viele der Israeliten töteten. Diese wandten sich hilfesuchend an Moses, der auf Befehl Gottes ein Kreuz mit einer eherenen Schlange – das Abbild einer Schlange aus Kupfererz – errichtete. Wer gebissen wurde sollte die Schlange anschauen und wurde gerettet (Nm XXI, 4 – 9). In der Kunst steht die Heilung der Israeliten durch die eherne Schlange oft bildhaft für das Heil, das Jesus durch seinen Tod am Kreuz erwirkte. Der Blick des Betrachters wird in unserem Gemälde zunächst auf das Leid der Israeliten im Vordergrund gelenkt, die in überzeichneten Posen monumental dargestellt sind. Die geschickte Anordnung der Figuren lenkt den Blick dynamisch in die obere rechte Ecke des Gemäldes, zu dem Hügel mit Moses und der ehernen Schlange, wo die geheilten Israeliten sich dankend für ihre Erlösung dem Kreuz betend zuwenden. Durch die Platzierung des Hauptmotivs in den hinteren Mittelgrund entsteht eine starke räumliche Tiefe und eine sehr dynamische Dramaturgie. Diese Anordnung des Geschehens entlang einer vertikalen Achse hat der Nürnberger Künstler Johann König, der in jungen Jahren in Augsburg bei Johannes Rottenhammer (1564 – 1625) studierte, vermutlich während seines Aufenthaltes in Venedig vor 1610 kennengelernt, wie beispielsweise durch das Studium des monumentalen Deckengemäldes Jacopo Tintorettos (1518 – 1594) gleichen Themas in der Scuola Grande di San Rocco. Gekonnt interpretiert Johann König Tintorettos monumentale Hell-Dunkel-Malerei in eine weiche, klare Komposition in zartem Kolorit und kleinem Format auf Kupfer, die vermutlich für das private Kabinett eines gebildeten Sammlers gedacht war. Dr. Gode Krämer bestätigt die Eigenhändigkeit dieses Gemäldes und datiert es um 1630, wofür wir ihm danken. Er weist zudem auf eine weitere Version des gleichen Themas hin, die ebenfalls um 1630 entstanden ist und sich im Statens Museum for Kunst in Kopenhagen befindet (Öl auf Kupfer, 54 x 76 cm). Auf Wunsch kann ein Gutachten zu diesem Gemälde bei Dr. Gode Krämer angefordert werden.
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