작품 상세

ALFRED VON WIERUSZ-KOWALSKI (Suwalki 1849–1915 Munich) Wolves attacking a horse-drawn sleigh. Oil on canvas. Signed lower left: A. Wierusz-Kowalski. 45.5 × 58.5 cm. Provenance: - Auction Agra-Art, Warsaw, 8 June 1997, lot 21. - Polish collection. - Auction Polswiss Art, Warsaw, 28 May 2019, lot 7. - Non-European collection. We thank Eliza Ptaszyńska for her assistance in cataloguing this painting. ------------------------------------------------- ALFRED VON WIERUSZ-KOWALSKI (Suwalki 1849–1915 München) Wolfsattacke auf einen Pferdeschlitten. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: A. Wierusz-Kowalski. 45,5 × 58,5 cm. Provenienz: - Auktion Agra-Art, Warschau, 8.6.1997, Los 21. - Polnische Sammlung. - Auktion Polswiss Art, Warschau, 28.5.2019, Los 7. - Aussereuropäische Sammlung. Alfred von Wierusz-Kowalski zählt zu den herausragenden Malern des 19. Jahrhunderts. Er studierte Malerei an den Akademien in Warschau, Dresden, Prag und München. 1876 liess er sich in München nieder und etablierte sich dort zu einem gefeierten Künstler, der sich auf die Darstellung von Gespannen und Pferdeschlitten spezialisierte. Das vorliegende Gemälde kann daher als eine typische Arbeit im Oeuvre von Wierusz-Kowalski angesehen werden. Dem polnischen Meister gelingt es auf hervorragende Weise, die Komplexität der Komposition des Dreigespanns und die Dynamik der durch den Schnee galoppierenden Pferde auf die Leinwand zu bringen. Verstärkt wird die Dramatik der gezeigten Szene durch das angreifende Wolfsrudel, das unseren Schlitten verfolgt und nur mit der Flinte ferngehalten werden kann. Bereits zu Lebzeiten wurde Wierusz-Kowalski für seine Gemälde mit Pferdeschlitten und Wolfsangriffen geschätzt. So wurde 1910 im alten Rathaus in München sein 10 Meter breites Kolossalgemälde "Überfall von Wölfen" ausgestellt. Es stiess auf grossen Anklang beim Publikum und wurde in der Presse als Sensation gefeiert. Das wiederkehrende Motiv des von hungrigen Wölfen verfolgten Pferdeschlittens geht wohl auf eine Kindheitserinnerung des Künstlers zurück. Wir danken Eliza Ptaszyńska für die wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalogisierung dieses Gemäldes.