작품 상세

Messegelände Berlin Zwölf Zeichnungen. Bleistift, Kohlefettstift bzw. Feder in Schwarz auf Pergamin bzw. Skizzenpapier. 1929-30. Ca. 20 x 24 bis 25 x 30 cm. Ein Blatt verso datiert "1929". Das wohl bedeutendste Großprojekt aus Poelzigs Spätzeit: das Messegelände in Berlin. Ein Generalbebauungsplan mit Kongresshalle, Restaurant und Ausstellungshallen entstand 1927/28, im Jahr 1929 zeichnete Poelzig die ersten Entwürfe der Anlage: einen eiförmigen Ring von Ausstellungshallen, durch Querhallen miteinander verbunden, innen von einem Kanalring begleitet, in dessen Mitte die beiden Hauptgebäude stehen sollten: die Kongresshalle mit zwei Pagodentürmen und das ovale Restaurant. Die Anlage sollte mit Poelzigs zeitgleich geplanten Haus des Rundfunks korrespondieren. In einer späteren Fassung sollten Funkhalle und -turm bestehen bleiben, neu errichtet werden sollte eine ovale Kongresshalle mit daran anschließendem halbrundem Restaurant, ausgreifend in das vom Kanal umgebene "Ei", hier eine deutlich verkleinerte Schmuckanlage mit Sportplatz in Inneren. "Die Symbolform des Kongresszentrums wird auf unzähligen Skizzenblättern... durchgespielt und variiert: Als phantastische Kunst- respektive Ausgangsform erscheinen wieder die Flughaus-Spirale und die... Tempelberge der Filmwelten" (Hambrock S. 125). Im Jahr 1931 wurden anlässlich der Bauausstellung die den Funkturm umschließenden Messehallen 6 und 8 sowie der Wandelgang mit angedeutetem ovalen Garten nach Poelzigs Plänen gebaut, das Projekt also nur teilweise realisiert und auch in der Formensprache reduziert. Hier vorliegend: Entwurfszeichnungen des ovalen Grundrisses wie auch Studien zu verschiedensten, meist kurvig geschwungenen Turm-, Hallen- und Kuppelformen. - Literatur: Hambrock S. 152, Abb. 292