작품 상세
"Alexandra" Aquarell und Kohle auf Arches-Velin. 1990. 63 x 90,8 cm. Am rechten Rand mit Bleistift signiert und datiert. Luciano Castelli ist einer der bedeutendsten Vertreter der Malerei der "Neuen Wilden". Er zog 1978 von Luzern nach Berlin, wo er in seinem Atelier am Moritzplatz mit Salomé und Rainer Fetting zusammenarbeitete und bis weit in die 1980er Jahre hinein die Malerei der "Neuen Wilden" prägte. Im Herbst 1988 bei einer Ausstellungseröffnung von Jean Tinguely in Paris lernte Castelli Alexandra kennen. Er war von ihrer Erscheinung so fasziniert, dass der Wunsch, sie zu porträtieren immer größer wurde. Noch in den letzten Wochen des Jahres 1988 entstanden die ersten Portraits, kleinformatige Zeichnungen, die als private Liebesgaben gedacht waren. Schon kurze Zeit später porträtierte Castelli Alexandra auch auf großen Formaten, und bald sollte sie die einzige Frau sein, nach deren Modell er von nun an seine Bilder schuf. Gleichberechtigt neben anderen Darstellungen steht Castellis Beschäftigung mit dem Thema Frau, insbesondere seine Frauenakte. „Er liebte immer mehr den Körper als das Antlitz des Geistes und der Seele. Seine Frauenbilder sind Körperbilder. Körpersprache hat ihn immer mehr interessiert als introvertierte Bewusstseinsspiegelungen. (...) Es sind Frauen, die Weiblichkeit demonstrieren. Er liebt den provozierenden Frauentyp, die Frau, die sich auffällig schminkt, mit hohen Absätzen durch die Strasse klappert und die Aufmerksamkeit der Männer mit allen Mitteln auf sich zu lenken sucht" (Erika Billeter, in: Luciano Castelli - Die geträumte Frau, Bern 1993, S. 7). - Provenienz: Boukamel Contemporary Art, London
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