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Franz Hanfstaengl, 1804-1877 – Fotografie 19. Jahrhundert, bis Kat.-Nr. 310 Bildnis Leo von Klenze, Albumin, 1856 Seltene Variante der wohl in nur zwei voneinander abweichenden Porträts mit Architekturdetail: Leo von Klenze (1784-1864), neben Karl Friedrich Schinkel als bedeutendster Architekt des Klassizismus gewürdigt, hat für die Aufnahme ein klassisches Bauteil als Attribut neben sich aufgestellt – das der griechischen Antike entlehnte Akroterion, Bekrönung des Giebelfirstes und weitere Dachverzierung Die einschlägige Klenze-Literatur bietet die Verbindung des Porträtierten mit dem zeugnishaften Steinrelief aus geringerer Distanz: Hier hat der Baumeister den Dachzierat zu sich herangezogen und zeigt sie – vor sich aufs Bein gestellt – der Kamera wie ein Beglaubigungsschreiben, den Blick dabei weiter nach links gewendet, so in den einschlägigen Klenze-Monographien von A. v. Buttlar, 1999, und W. Nerdinger, 2000, zuvor auch im Ausstellungskatalog von H. Gebhardt, »Franz Hanfstaengl, Von der Lithographie zur Photographie«, Stadtmuseum München 1984 Sie alle folgten damit der Motivwahl in Hanfstaengls 1860 erschienenem »Album der Zeitgenossen«; unter den 42 Fotografien das Klenze-Bild mit Akroterie auf Bein, das Album selbst »das erste großformatige Mappenwerk dieser Art, das uns bekannt ist« (H. Gernsheim, in: Franz Hanfstaengl, Album der Zeitgenossen, hrsgeg. von C. Diener u. G. Fulton-Smith, München 1975) Das vorliegende Bildnis wurde aus dem Nachlaß Klenze-Otting innerhalb der Familie weitergereicht, bis zum heutigen Tag in einem Rahmen des bayerischen Hoflieferanten Theodor Koenig (verso Etikett) 23,5:18 cm
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