작품 상세

ANDREAS WACHTER (geb. 1951 in Chemnitz, tätig in Erlln bei Colditz) Susanne, 2000 Mischtechnik (u.a. Pastellkreide), 105 x 79 cm, hinter Glas gerahmt, rechts unten signiert, betitelt und datiert (20)00. Der 1951 in Chemnitz geborene Wachter absolvierte zunächst eine Lehre als Schrift- und Plakatmaler. Anschließend studierte er von 1974 bis 1980 Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Rink und Volker Stelzmann. Er gilt als Vertreter der mittleren, Figur-zentrierten Generation der Leipziger Schule. Es ist nicht eindeutig zu bestimmen, ob das Modell den Namen Susanne trägt oder es sich hier um eine Anspielung auf die biblische Erzählung der Susanna im Bade handelt, die in der Kunst vielfach rezipiert wurde. Der Hintergrund ist dunkel gehalten, die hellen Bildflächen sind aus den dunklen hervorgearbeitet. Hinter der sitzenden weiblichen Figur im Vordergrund steht eine nackte männliche, die sich abwendet und etwas rundes, gelbes - womöglich eine Frucht - in der Hand hält. Hierbei könnte es sich um eine Referenz zur Geschichte von Adam und Eva handeln, wodurch Themen wie Sünde, Verführung und Verlust der Unschuld aufgeworfen werden. Auch die Anekdote von Susanna im Bade behandelt die Themen der Verführung und Unschuld. Die Komposition des Bildes und Wachters uneindeutige Darstellung regen dazu an, das Auge umherwandern zu lassen und verschiedene Elemente zu verbinden, um daraus eine Geschichte zu formen.