작품 상세
Zwei Akte Lithographie in Schwarz über rötlicher Tonplatte, mit dem Schabeisen überarbeitet, auf Bütten. 1907. 19 x 21,1 cm (30,8 x 39,9 cm). Signiert "Frz. Marc". Lankheit 810. "Franz Marc's Suche nach der 'Wesensform', wie Klaus Lankheit die Phase von 1907 bis Ende 1909 so treffend bezeichnet, setzt ein. Durch die neue Einsicht und Auffassung seines Auftrags als Künstler, die sich von jetzt an radikal gegen die traditionelle Vorstellung von Kunst richten, gehört Franz Marc zu denjenigen Künstlern, die zu Beginn unseres Jahrhunderts tiefgreifende Veränderungen im bildnerischen Denken und Schaffen hervorgerufen haben. Das Erreichen seiner neugesetzten Ziele gibt Marc genügend Kraft, um die immer noch bedrückende persönliche Situation zu ertragen. Im Frühjahr 1907 stirbt der seit Jahren zunehmend gelähmte Vater. Im Herbst des Jahres willigt Maria Schnür in die von Marc angestrebte Trennung ein. Zu dieser Zeit hat Marc bereits seine neue Lebensgefährtin und spätere Frau gefunden: Maria Franck, die Tochter eines Berliner Bankiers, die sich in München zur Malerin ausbilden lässt. Sie wird für Marc nach der Rückkehr aus Paris mehr und mehr eine Stütze, der er sich mit seinen menschlichen und künstlerischen Problemen anvertrauen kann." (Magdalena Möller, in: Franz Marc. Zeichnungen und Aquarelle, Ausst.-Kat. Stuttgart 1989, S. 22). Verso mit einem Sammlerstempel (nicht bei Lugt). Ausgezeichneter und farblich sehr schön nuancierter Druck des extrem seltenen Blattes mit breitem Rand.
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