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BERNHARD FRIES Heidelberg 1820 - 1879 München Gebirgslandschaft bei Subiaco. Oel auf Leinwand um 1840. Vgl. R. Pérard; B. Fries. Ein Maler des Überganges im neunzehnten Jahrhundert, in seinem Leben und künstlerischen Werk. Damstadt 1930, Nr. 202 (dort Oelgemälde 'Schlucht von Subiaco mit dem Kloster'; 132 x 180 cm). - Signiert. 127 x 193 cm. Mit winzigen Retuschen und leichten Krakelüren. Bernhard Fries war der jüngere Bruder von Ernst Fries, bei dem er seinen ersten Unterricht erhielt. Bereits als 15-jähriger studierte er an der Kunstakademie München, 1840-43 an der Akademie Düsseldorf, unterbrochen durch mehrere Italienreisen, auf denen er sich mit J. W. Schirmer, A. Achenbach und A. Carl befreundete. Besonders die gemeinsame Reise mit Schirmer im Jahr 1839/40 in die Umgebung von Rom prägte Fries. R. Pérard schreibt dazu: „Dabei werden Fries und Schirmer die Studien und Skizzen, die sie in tiefem Frieden der italienischen Landschaft im Gebirge und in der Campagna zeichnen und malen besonders wichtig, da sie durch diese Arbeiten unmittelbare künstlerische Verbindung mit der Natur erhalten; beiden Malern schwebte dabei immer die stilvolle, große und 'fertige' Landschaft vor... Er [Schirmer] trifft sich in dieser Entwicklung mit Bernhard Fries, in dem die italienische Landschaft ebenfalls Sehnsucht nach klassischer Weite und Streben nach Größe und Schönheit der Formen weckt.“ (a.o.O., S. 18). Im Werk B. Fries finden sich einige wenige großformatige Landschaften. Das vorliegende Gemälde führt in einer Staffelung vom halbdunklen, feinteilig ausgeführten Vordergrund mit Felsen und Bäumen über den Mittelgrund mit rötlichen Felsen zu erhabenen, fast mit der zarten Bewölkung verschmelzenden Gebirgsformationen. Akzente setzen der aus dem Dunkel hervorbrechende Gebirgsbach, der sich tosend über eine Felskante ergiesst sowie das in Sonnenlicht getauchte, einer Einsiedelei ähnelnde Gebäude oberhalb des Baches. Die durch gekonnte Farbübergänge und Tonabstufungen hervorgerufene, dichte Atmosphäre wird durch die kaum sichtbare Figur eines einsamem Wanderers im linken Bilddrittel gestützt und verhilft der Kompostion zu einem romantischen Grundton. Gerahmt. [bg]
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